• Sabine Fischer

Was uns heilig ist

Wie empfänglich sind wir noch für die Schönheit und Geheimnisse der Welt? Lieblosigkeit breitet sich aus und spiegelt sich in der Zerstörung der Biosphäre. Lassen wir uns wieder ergreifen vom Zauber der Natur und berühren von Botschaftern und Orten der Stille, Verehrung und Besinnung.

 
Heiligtümer sind Brücken zum Göttlichen
Heiligtümer sind Brücken zum Göttlichen

Das Geheimnis dahinter

In der Natur geht mir das Herz auf. Da ist eine innige, wertschätzende, liebevolle Verbindung. Diese Faszination beruht nicht allein auf den vielfältigen, sinnlich wahrnehmbaren Eindrücken und Lebensformen. Die Schönheit der Welt berührt mich tief, weil ich das unergründliche Geheimnis des Lebens dahinter spüre.


Das Mysterium ruft uns an

Das Göttliche, das sich in der Natur ausdrückt, ergreift mich und ruft mich an. Das Wort „Gott“ ist kein Name, kein Wesen, sondern weist hin auf unsere Beziehung zum Namenlosen, zum Mysterium, zur tiefsten Wirklichkeit. Wo der Verstand nicht hinreicht, helfen nur Erfahrungen weiter. Diese Momente der Gnade können durch die Natur, durch Musik, Poesie oder durch Werke inspirierter Künstler/-innen geschenkt werden. Diese feinsinnigen, schöpferischen Menschen schaffen durch ihre Kunst, ihre Texte oder ihre Musik eine Brücke, über die – in verdichteter Form – die Botschaft des Göttlichen zu anderen dringen kann. In einer zunehmend lauter und schneller werdenden Welt brauchen wir diese „Verstärker“, die das Unsichtbare zugänglich machen. Jahwe offenbart sich nämlich nicht im Lärm des Sturms, sondern in einem stillen, sanften Sausen.


Orte der Kraft laden ein, über das Sichtbare hinaus zu blicken.
Orte der Kraft laden ein, über das Sichtbare hinaus zu blicken.

Orte der Verehrung

Deshalb sind auch Kraftorte, heilige Haine, Tempel und Kathedralen wichtig. Obwohl alles in der Natur (uns selbst eingeschlossen) ein Ausdruck des Göttlichen ist, wurden schon in vorgeschichtlicher Zeit Heiligtümer als Orte der Stille, der Verehrung und Besinnung angelegt, die uns einladen, nach dem verborgenen Sinn der Dinge zu suchen und über das Sichtbare hinauszublicken.


Wider die Lieblosigkeit

Wir leben in einem Zeitalter, in dem viele Menschen dem Zauber der Welt und ihrer eigenen, ursprünglichen Natur entfremdet sind. Lieblosigkeit breitet sich aus (nachzulesen im gleichnamigen Buch von Gerald Hüther) und spiegelt sich in der zunehmenden Zerstörung der Biosphäre wider. Lasst uns den Schmerz und die Trauer darüber fühlen und dadurch die Kraft und Entschlossenheit gewinnen für Widerstand, unabhängiges Denken und mutiges Eintreten für das Gemeinwohl und unsere Erde!

 

Zu diesem Blog-Artikel hat mich die empfehlenswerte 5-teilige Doku "Was uns heilig ist" (ARTE) inspiriert. Hier der Link zur französischen Film-Website.

 

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